Deine Katze sieht einen grünen Funken in der Ecke des Zimmers und plötzlich verwandelt sie sich in einen Wirbelwind aus Drehungen, Rollen und Miauen. Das Geheimnis? Katzenminze, auch bekannt als Nepeta cataria. Dieses kleine Kraut enthält Nepetalacton, eine Substanz, die die Geruchsrezeptoren hinten in der Nase deiner Katze reizt und eine fast halluzinogene Wirkung hervorrufen kann.
Die Reaktionen sind faszinierend zu beobachten. Manche Katzen werden euphorisch und energiegeladen, rollen sich über den Boden, reiben sich an allem, was lose oder fest ist, schnurren wie ein Turbine und scheinen fast zu "lachen". Andere Katzen werden eher entspannt und träge, als hätten sie einen Mini-Spa-Moment. Ein lustiges Detail: Währenddessen kann deine Katze die Lippe hochziehen in einem Verhalten, das "Flehmen" genannt wird, wodurch sie Gerüche besser wahrnehmen kann.
Das Schöne ist: Katzenminze ist völlig sicher. Deine Katze kann keine Überdosis davon bekommen; sobald die Wirkung nachlässt, hört das verspielte Verhalten von selbst auf. Aber nicht jede Katze ist empfindlich gegenüber diesem grünen Wunder. Kätzchen unter acht Wochen reagieren meist nicht, und einige erwachsene Katzen fehlen genetisch einfach die Rezeptoren, um die Wirkung zu spüren.
Und die gute Nachricht? Katzenminze ist nicht nur ein Fest für Katzen. Für Menschen kann sie eine beruhigende Wirkung haben, zum Beispiel in einer Tasse Kräutertee. Außerdem ist sie ein natürlicher Mückenschutz: Der Geruch hält Mücken effektiv fern, bis zu zehnmal besser als manche kommerzielle Mittel.
Kurz gesagt: Ein kleines bisschen Katzenminze kann für große Freude sorgen – für deine Katze und manchmal auch für dich selbst. Es ist ein kluges, sicheres und vielseitiges Kraut, das das Leben deines Haustiers ein Stück fröhlicher macht.